Kurzkritiken | Filme

Manchmal kommt es vor, dass wir Filme sehen, zu denen wir aus diversen Gründen (noch) keine ausführliche Rezension schreiben konnten. Um diese Werke nicht ganz unerwähnt zu lassen, verewigen wir diese Filme mit Kurzkritiken auf unserer Seite (in alphabetischer Reihenfolge).



1991:99 | 1:99
Hongkong • 2003 • Kurzfilme
Regie: Johnnie To Kei-Fung, Wai Ka-Fai, Tsui Hark, Stephen Chow Sing-Chi, u.a.
Darsteller: Andy Lau Tak-Wah, Tony Leung Chiu-Wai, Sammi Cheng Sau-Man, u.a.

Kurzkritik: Einige von Hongkongs bekanntesten Regisseuren und Schauspielern haben sich zusammengetan, um diverse Kurzfilme und Spots zu produzieren, die sich um ein unliebsames Thema drehen, das Hongkong seinerzeit fest im Griff hatte: SARS. Mal mehr oder weniger kreative und künstlerische Arbeiten decken das Leben während und nach der Epidemie ab und geben den Betroffenen in Hongkong Beistand, Mut und Hoffnung.


A Fighter's BluesA FIGHTER’S BLUES | 阿虎 | A FOO
Hongkong • 2000 • Drama
Regie: Derek Yee Tung-Sing
Darsteller: Andy Lau Tak-Wah, Takako Tokiwa, Apichaya Thanatthanapong, u.a.

Kurzkritik: Kickboxer Tiger (Andy Lau) ist frisch aus dem Gefängnis entlassen worden, hat aber immer noch mit seiner Vergangenheit zu kämpfen, die ihn in Gestalt seiner Tochter Ploy (Apichaya Thanatthanapong) wieder einholt. Andy Lau spielt einfühlsam und glaubwürdig die Rolle vom gebrochenen Mann, der nur schwerlich Zugang zu seiner halbwüchsigen Tochter findet. Ein Hongkong-Drama mit Emotionen und Charakteren mit Tiefe—toll! Nur das Kickbox-Thema dürfte den ein oder anderen etwas stören…


AfterlifeAFTER LIFE – NACHLEBEN | ワンダフルライフ | WANDAFURU RAIFU
Japan • 1998 • Drama
Regie: Hirokazu Koreeda
Darsteller: Arata, Erika Oda, Susumu Terajima, Taketoshi Naito, Kyoko Kagawa, u.a.

Kurzkritik: Genial: Vor dem Übertritt ins Jenseits darf jeder Verstorbene nur eine einzige Erinnerung mitnehmen. Bis man also eine Entscheidung getroffen hat, wird ein Aufenthalt in einer Art Einreisebehörde sichergestellt. Tolle Idee, nur leider recht zäh umgesetzt. Lichte Momente mit Potential zur Selbstreflexion gibt es viele, aber die extrem behäbige Erzählweise des rund zweistündigen Dramas erfordert Geduld.


All's Well Ends WellALL’S WELL, ENDS WELL | 家有喜事 | GA YAU HEI SI
Hongkong • 1992 • Komödie
Regie: Clifton Ko Chi-Sum
Darsteller: Stephen Chow Sing-Chi, Maggie Cheung Man-Yuk, Leslie Cheung Kwok-Wing, u.a.

Kurzkritik: All’s Well, Ends Well ist eine saukomische Neujahrskomödie, in der Stephen Chow und Maggie Cheung unzählige Filmhits parodieren dürfen, Leslie Cheung und Teresa Mo die Geschlechterrollen tauschen und Sandra Ng und Raymond Wong diverse Eheprobleme ausbügeln müssen. Das Familienspektakel ist amüsant und sehenswert, wenn vielen die großzügig verteilten Gags auch zu albern sein dürften.


All's Well Ends WellALL’S WELL ENDS WELL 2011 | 最強囍事 | JI KEUNG HEI SI 2011
Hongkong • 2011 • Komödie
Regie: Chan Hing-Ka, Janet Chun
Darsteller: Louis Koo Tin-Lok, Donnie Yen Chi-Dan, Cecilia Cheung Pak-Chi, Chapman To Man-Chak, u.a.

Kurzkritik: Kann Kosmetiker Donnie Yen seinem alten Kameraden Louis Koo helfen, eine chinesische Beauty-Marke auf Vordermann zu bringen? Kommen Cecilia Cheung und ein reicher Chapman To zusammen? Mit dem 1992er Original mit Stephen Chow hat die Neujahrskomödie zwar nicht mehr zu tun, durch die Starbesetzung könnte sie trotzdem den ein oder anderen interessieren. Ansonsten ist das handlungsarme Treiben wenig interessant. Einzig Donnie Yen in einer ungewöhnlichen Rolle lädt zum Schmunzeln ein.


As Tears Go ByAS TEARS GO BY | 旺角卡門 | WONG GOK KA MOON
Hongkong • 1988 • Gangsterdrama
Regie: Wong Kar-Wai
Darsteller: Andy Lau Tak-Wah, Maggie Cheung Man-Yuk, Jacky Cheung Hok-Yau, u.a.

Kurzkritik: Als kleiner Triaden-Ganove kann sich Ah Wah (Andy Lau) nur mühsam über Wasser halten und hat dank »Bruder« Fly (Jacky Cheung) auch noch ständig Probleme am Hals. Als Ah Wahs kränkelnde Cousine Ah Ngor (Maggie Cheung) in Hongkong auftaucht, funkt es zwischen den beiden. Innovatives Erstlingswerk von Hongkongs Vorzeigeregisseur Wong Kar-Wai, das erzähl- und bildtechnisch zwar noch etwas ungeschliffen daherkommt, Wong Kar-Wais Genialität allerdings schon erahnen lässt.


BIRTHDAY BOY | BIRTHDAY BOY
Südkorea • 2004 • Animationsfilm
Regie: Park Sejong
Darsteller: —

Kurzkritik: Im vom Krieg zerstörten Korea spielt der kleine Manuk auf den Straßen seines Dorfes. In seiner Phantasie kämpft er dabei gemeinsam mit seinem in den Krieg gezogenen Papa an der Front, bis er zu seinem Geburtstag ein ganz besonderes Geschenk erhält. Preisgekrönter, rund neunminütiger Animationsfilm aus Südkorea mit einem nachdenklich machenden Ende. Die Animationen sind gelungen, aber nicht unbedingt erstklassig.


Blinder SchachtBLINDER SCHACHT | 盲井 | MANG JING
China | Deutschland | Hongkong • 2003 • Drama
Regie: Li Yang
Darsteller: Li Qiang, Wang Baoqiang, Wang Shuangbao, u.a.

Kurzkritik: Zwei arme Wanderarbeiter in China erschlagen bei der Minenarbeit ihre Kumpels und geben sich als Verwandte aus, um das Hinterbliebenengeld einzustreichen. Sehr ruhig erzähltes Drama, das recht nüchtern Missstände in China aufzeigt und deshalb von der dortigen Regierung nicht gern toleriert wird. Simpel, aber wirkungsvoll!


Chen-Mo und MeitingCHEN MO UND MEITING | 陈默和美婷 | CHEN MO HE MEITING
China | Deutschland • 2002 • Drama
Regie: Liu Hao
Darsteller: Du Huanan, Wang Lingbo, u.a.

Kurzkritik: Blumenverkäufer Chen-Mo (Wang Lingbo) und Friseuse Meiting (Du Huanan), die beide am Rande des Existenzminimums leben, laufen sich in Peking über den Weg und kommen sich im Kampf ums Überleben näher. Liu Hao wählt für sein preisgekröntes, aber schlichtes Erstlingswerk authentische Bilder und eine ruhige Erzählweise.


ConnectedCONNECTED | 保持通話 | BO CHI TUNG WAH
Hongkong • 2008 • Thriller
Regie: Benny Chan Muk-Sing
Darsteller: Louis Koo Tin-Lok, Barbie Hsu Hsi-Yuan, Nick Cheung Ka-Fai, u.a.

Kurzkritik: Barbie Hsu gerät in die Hände von Kidnappern, kann allerdings per Telefon Kontakt zu einem Außenstehenden (Louis Koo) herstellen, in dessen Händen ihr Leben nun liegt. Gelungenes, aber überflüssiges und seelenloses Hongkong-Remake des US-Blockbusters Final Call. Rasant, unterhaltsam und fesselnd bis zur letzten Minute—sofern man den Film zum ersten Mal sieht und das Original nicht kennt…


Deadly DeliciousDEADLY DELICIOUS | 女人有毒 | NU REN YOU DU
China • 2008 • Thriller
Regie: Zhao Tianyu
Darsteller: Francis Ng Chun-Yu, Yu Nan, Jiang Yiyan, u.a.

Kurzkritik: Seit Coco (Jiang Yiyan) von ihrer neuen Bekannten Gu Xiaofan (Yu Nan) heimliche Unterstützung beim Kochen bekommt, leidet ihr Freund Chen Jiaqiao (Francis Ng) an Schwächeanfällen und Haarverlust. Der Arzt klärt auf: er wurde vergiftet. Nur von wem? Und warum? Cleverer, teils beklemmender Thriller, der insgesamt leider etwas zu unnahbar bleibt.


Die GeishaDIE GEISHA | MEMOIRS OF A GEISHA
USA • 2005 • Drama
Regie: Rob Marshall
Darsteller: Zhang Ziyi, Ken Watanabe, Michelle Yeoh, Gong Li, u.a.

Kurzkritik: Sayuri (Zhang Ziyi) lernt von klein auf das Handwerk einer Geisha und wird bald zur begehrtesten Dame der aussterbenden Zunft. Verfilmt von den Amerikanern, gespielt von weiblichen chinesischen Stars—das ist zwar schön anzuschauen, bleibt aber ein sichtlich hohles Porträt über die letzten Geishas in Japan. Der gleichnamige Debütroman von Arthur Golden, der diesem Film zugrunde liegt, war um Längen besser—und vor allem auch informativer.


Die sieben SamuraiDIE SIEBEN SAMURAI | 七人の侍 | SHICHININ NO SAMURAI
Japan • 1954 • Abenteuer
Regie: Akira Kurosawa
Darsteller: Toshiro Mifune, Takashi Shimura, Keiko Tsushima, u.a.

Kurzkritik: Sieben herrenlose Samurai bieten sich an, ein kleines Dorf gegen eine Bande Banditen zu verteidigen. Akira Kurosawas rund 190-minütiges Epos zählt als der ganz große Klassiker des japanischen und allgemein des asiatischen Kinos und wurde schon mehrmals als Western neuverfilmt. Trotz Überlänge und ausführlicher Erzählweise bleibt der Schwarzweißfilm bis zum Schluss fesselnd, was an den interessant gezeichneten Charakteren sowie der absolut professionellen Arbeitsweise Kurosawas liegt.


DollsDOLLS | ドールズ | DORUZU
Japan • 2002 • Drama
Regie: Takeshi Kitano
Darsteller: Miho Kanno, Tatsuya Mihashi, Ren Osugi, u.a.

Kurzkritik: Takeshi Kitano erzählt in seinem vielleicht persönlichsten Film drei Geschichten über die Liebe. Da entführt ein junger Mann seine Ex-Verlobte aus der Psychiatrie und bindet sich mit einem Seil an sie, ein alternder Yakuza will endlich das Versprechen einlösen, das er einst seiner Jugendliebe gegeben hat, und ein fanatischer Fan zeigt sich der erblindeten Popsängerin Haruna solidarisch. In ruhigen, farbenprächtigen Bildern erzählt Takeshi Kitano seine teils grotesken Geschichten und schafft es, dem ungewöhnlichen Film seinen unvergleichlichen Stempel aufzudrücken. Das statische Arthouse-Drama verlangt vom Zuschauer allerdings eine große Portion Geduld. Kein Film für die Massen.


Don't Fool MeDON’T FOOL ME | 中环英雄 | CHUNG WAAN YING HUNG
Hongkong • 1991 • Komödie
Regie: Herman Yau Lai-To
Darsteller: Andy Lau Tak-Wah, Tony Leung Chiu-Wai, Fennie Yuen Kit-Ying, u.a.

Kurzkritik: In dieser vergessenen Hongkong-Komödie tauschen Versicherungsvertreter Tony Leung mit ominöser Blase im Kopf und erfolgloses Triadenmitglied Andy Lau die Rollen. Die eher stümperhaft inszenierte Komödie hat bisweilen einige witzige Einfälle zu bieten (etwa, wenn Andy Lau und Tony Leung an einem Seil aus dem Fenster hängen), hat aber auch einige Längen und nicht gerade die sympathischsten Figuren aufzuweisen.


199DRAGON TIGER GATE | 龙虎门 | Lung Fu Mun
Hongkong • 2006 • Action
Regie: Wilson Yip
Darsteller: Donnie Yen, Nicholas Tse, Shawn Yue, Chen Kuan-Tai, u.a.

Kurzkritik: Donnie Yen, Shawn Yue und Nicholas Tse kloppen sich durch CGI-Metropole. Kunterbunte Comic-Verfilmung, die mit doofen Kostümen, noch blöderen Frisuren und grottenschlechten Computereffekten wie ein billiger Kinderfilm wirkt. Die zahlreichen Actionsequenzen mögen gut choreographiert sein, aber das auffällig schlechte Wirework hemmt den Spaß. Die obermegacoole Kameraführung wirkt außerdem so affig wie der ganze Film. Manchmal ist weniger eben doch mehr.


199EIN HELDENHAFTES DUO | 雙雄 | SEUNG HUNG
Hongkong • 2003 • Actionthriller
Regie: Benny Chan
Darsteller: Leon Lai, Ekin Cheng, Francis Ng, Karena Lam, u.a.

Kurzkritik: Cop Ekin Cheng muss mit Hypnotiseur Leon Lai zusammenarbeiten. Klar, dass das nach hinten losgeht. Endlich mal wieder ein relativ harter Actioner aus Hongkong. Die Sache mit der Hypnose ist zwar eher dünnwandig, tut dem flott erzählten Spaß aber keinen Abbruch. Leon Lai ist auch endlich mal wieder richtig cool, Francis Ng als hassenswerter Bösewicht sowieso.


Fight Back To School 3FIGHT BACK TO SCHOOL 3 | 逃学威龙III之龙过鸡年 | TAO XUE WEI LONG ZHI LONG GUO JI NIAN
Hongkong • 1993 • Komödie
Regie: Wong Jing
Darsteller: Stephen Chow Sing-Chi, Anita Mui Yim-Fong, u.a.

Kurzkritik: Als der Ehemann einer reichen Diva (Anita Mui) mit einem Eispickel ermordert wird, gibt sich Undercover-Cop Chow Sing-Sing (Stephen Chow) als jener Ehemann aus, um den Mörder zu finden. Wong Jings Basic Instinct-Parodie hat nicht mehr viel mit den Vorgängerfilmen zu tun und ist auch nicht mehr ganz so amüsant. Trotzdem bleibt es die meiste Zeit witzig, was wir vor allem den gut aufgelegten Hauptdarstellern zu verdanken haben.


FLECKI, MEIN FREUND | 仔鹿物語 | KOJIKA MONOGATARI
Japan • 1991 • Tierdrama
Regie: Yukihiro Sawada
Darsteller: Tomokazu Miura, Mayumi Wakamura, Midori Kanazawa, Kin Sugai, u.a.

Kurzkritik: Der kleine Sohn eines Eisenbahners nimmt ein verwaistes Rehkitz bei sich auf und mag es bald nicht mehr hergeben. Realistisches bis rührseliges Tier-Kind-Drama mit ganz hohem Niedlichkeitsfaktor und keinem nervigen US-Kids-Gehabe. Ideal für Kinder und Tierfreunde.


Flirting ScholarFLIRTING SCHOLAR | 唐伯虎点秋香 | TONG BAT FU KAU CHAU HEUNG
Hongkong • 1993 • Komödie
Regie: Lee Lik-Chi
Darsteller: Stephen Chow Sing-Chi, Nat Chan Pak-Cheung, Cheng Pei-Pei, Gong Li, u.a.

Kurzkritik: Der berühmte Poet Tong Pak-Fu (Stephen Chow) verguckt sich in die herzensgute Chou Heung (Gong Li) und versucht sich als Diener in ihr Herz zu schleichen. Viel Wortwitz geht in der Übersetzung zwar verloren, aber der humoristische Dauerbeschuss landet immer noch genügend Treffer für eine verrückte und zum Brüllen komische Komödie, die mit die beste in Stephen Chows Filmographie sein dürfte.


199FOREST OF DEATH | 森冤 | SUM SUEN
Hongkong • 2007 • Horror
Regie: Danny Pang
Darsteller: Shu Qi, Ekin Cheng, Rain Li, Lam Suet, u.a.

Kurzkritik: Polizistin Shu Qi wendet sich an Pflanzenflüsterer Ekin Cheng, um mysteriöse Todesfälle im Wald aufzuklären. Klingt abgehoben, ist es auch. Die behäbige Inszenierung gerät auf Dauer etwas zäh, die Spannung dadurch etwas mäßig. Grusel-Spezialist Danny Pang hat definitiv bessere Filme im Programm.


GallantsGALLANTS | 打擂台 | DA LUI TOI
Hongkong • 2010 • Actionkomödie
Regie: Derek Kwok Chi-Kin, Clement Cheng Sze-Kit
Darsteller: Chen Kuan-Tai, Bruce Leung Siu-Lung, Teddy Robin, Wong Yau-Nam, Lo Meng, u.a.

Kurzkritik: Alternde Kung-Fu-Künstler zeigen noch mal, was in ihnen steckt. Die preisgekrönte Hongkong-Komödie rund um Martial Arts und Real Estate ist eine gelungene Hommage an den klassischen Eastern und lässt diesen im modernen Ambiente wiederauferstehen. Ein Spaß vor allem für die Eastern-Nerds unter uns.


GoGO | GO
Japan • 2001 • Jugenddrama
Regie: Isao Yukisada
Darsteller: Yosuke Kubozuka, Ko Shibasaki, Shinobu Otake, u.a.

Kurzkritik: Mit seiner koreanischen Abstammung sorgt Sugihara in Japan immer wieder für Schlägereien und verliebt sich in ein Mädchen, das ihn für einen Japaner hält. Go ist ein fesselndes Jugenddrama voller Gewalt und Liebe und thematisiert das Thema Fremdenhass ohne aufgesetzt zu wirken. Die jungen Darsteller bringen ihre Figuren ebenfalls glaubwürdig rüber. Tipp!


GUTEN MORGEN | お早よう | OHAYO
Japan • 1959 • Komödie
Regie: Yasujiro Ozu
Darsteller: Masuo Fujiki, Yoshiko Kuga, Kuniko Miyake, Eiko Miyoshi, u.a.

Kurzkritik: Weil ihnen die Eltern einen Fernsehapparat verweigern, legen die beiden trotzigen Sohnemänner ein Schweigegelübde ab und grüßen folglich auch die Nachbarn nicht mehr. Diese wittern wiederum eine Verschwörung der Mutter der beiden Jungen, was sich schnell zum handfesten Nachbarschaftsstreit auswächst. Clevere, wenn auch etwas angestaubte Alltagskomödie von Japans Kultregisseur Yasujiro Ozu, der mit detailreicher Beobachtungsgabe das Leben von Japans Kleinbürgertum porträtiert. Ein Klassiker.


Hello Mr. TreeHELLO, MR. TREE! | 树先生 | HELLO! SHU XIANSHENG
China • 2011 • Drama
Regie: Han Jie
Darsteller: Wang Baoqiang, Tan Zhuo, Li Jingyi, u.a.

Kurzkritik: Der leicht zurückgebliebene Herr Shu lebt in einem armen Dorf kurz vor dem Abriss. Als er ein taubstummes Mädchen heiratet, hält die Ehe nicht lange, dafür wird er im Dorf bald als Seher geschätzt und verrennt sich dabei immer mehr in seiner eigenen kleinen Welt. Merkwürdig, amüsant, verstörend, kritisch — fast schon ein Wunder, dass es der Film durch die chinesische Zensurkontrolle geschafft hat. Der Film erzählt ruhig und kryptisch, schert sich nicht darum, ob man Sympathien für seine Figuren aufbringt oder nicht. Vielen dürfte der Streifen verschlossen bleiben — die Intellektuellen dürfen sich gern die Zähne an einer Interpretation ausbeißen.


Hero Beyond The Boundary Of TimeHERO BEYOND THE BOUNDARY OF TIME | 韋小寶之奉旨溝女 | WEI XIAO BAO ZHI FENG ZHI GOU NU
Hongkong • 1993 • Komödie
Regie: Blacky Ko Sau-Leung
Darsteller: Tony Leung Chiu-Wai, Veronica Yip, u.a.

Kurzkritik: Frauenschwarm Tony Leung reist als Beamter vom Kaiserhof ins 90er-Jahre-Hongkong, hat dort Anpassungsschwierigkeiten und verliebt sich. Dummerweise ist ihm ein Bösewicht in die Zukunft hinterhergereist. Teils witzige, teils primitive Hongkong-Komödie, die zwar ganz unterhaltsam sein kann, aber trotzdem im Mittelmaß versinkt.


IMMORTAL STORY | 海上花 | HOI SHEUNG HWA
Hongkong • 1986 • Drama
Regie: Yonfan
Darsteller: Sylvia Chang, Kelly Yiu Wai, u.a.

Kurzkritik: Nachtclubbesitzerin Pak Lan (Kelly Yiu) nimmt die junge Sängerin Mei Ling (Sylvia Chang) unter ihre Fittiche. Dann ist Mei Lings Freund aus Japan tot und Mei Ling die Hauptverdächtige! Das 80er-Jahre-Drama besticht vor allem durch die Beziehung zwischen den beiden Frauen und ist eindringlicher als man von einem Hongkong-Werk dieser Zeit erwartet hätte. Geheimtipp!


Infernal AffairsINFERNAL AFFAIRS | 無間道 | MO GAAN DO
Hongkong • 2002 • Thriller
Regie: Andrew Lau Wai-Keung, Alan Mak Siu-Fei
Darsteller: Andy Lau Tak-Wah, Tony Leung Chiu-Wai, Eric Tsang Chi-Wai, Anthony Wong Chau-Sang, u.a.

Kurzkritik: Während Undercover-Cop Tony Leung Drogenboss Eric Tsang bespitzelt, hat dieser längst Andy Lau bei Anthony Wongs Polizeieinheit ins Rennen geschickt. Gefilmt in schicken, kühlen und stark verwestlichten Bildern ist das Katz-und-Maus-Spiel nervenaufreibend erzählt und verlangt vom Publikum hohe Aufmerksamkeit. Kein Wunder, dass der raffiniert inszenierte Thriller damit für das moderne Hongkong-Kino neue Maßstäbe setzte.


In The Mood For LoveIN THE MOOD FOR LOVE – DER KLANG DER LIEBE | 花樣年華 | DUT YEUNG NIN WA
Hongkong | Frankreich • 2000 • Liebesdrama
Regie: Wong Kar-Wai
Darsteller: Maggie Cheung Man-Yuk, Tony Leung Chiu-Wai, u.a.

Kurzkritik: Als die Nachbarn Chow Mo-Wan (Tony Leung) und Su Li-Zhen (Maggie Cheung) im Hongkong der 60er Jahre erfahren, dass ihre Ehepartner ein Verhältnis miteinander haben, gehen die beiden ebenfalls eine Liebesbeziehung ein. Wong Kar-Wai schafft mit wunderschönen Bildern einen ruhigen, unglaublich intensiven Film voller zerbrechlicher Momente. Traumhaft schön.


JSA - Joint Security AreaJ.S.A. – JOINT SECURITY AREA | 공동 경비구역JSA | GONGDONG GYEONGBI GUYEOK JSA
Südkorea • 2000 • Thriller
Regie: Park Chan-Wook
Darsteller: Song Kang-Ho, Kim Tae-Woo, Lee Young-Ae, Lee Byeong-Heon, u.a.

Kurzkritik: Als an der Grenze zwischen Nord- und Südkorea zwei ermordete nordkoreanische Grenzsoldaten aufgefunden werden, ermittelt Leutnant Sopie Jean Lang (Lee Yeong-Ae). Der Thriller widmet sich nicht nur einem brisanten Thema, sondern setzt dieses auch gekonnt um. Von der ersten bis zur letzten Minute erzählt Park Chan-Wook eine packende bis aufwühlende Geschichte von einer der gefährlichsten Grenzen der Welt und einer verbotenen Freundschaft.


Lady VengeanceLADY VENGEANCE | 친절한 금자씨 | CHINJEOLHAN GEUMJASSI
Südkorea • 2005 • Thriller
Regie: Park Chan-Wook
Darsteller: Lee Young-Ae, Choi Min-Sik, Oh Dal-Soo, u.a.

Kurzkritik: Im dritten und letzten Teil von Park Chan-Wooks unzusammenhängender Rache-Trilogie darf sich eine Frau an Vergeltung üben. Die eben aus dem Knast entlassene Kindesentführerin Geum-Ja hat nun endlich Gelegenheit sich an ihrem Peiniger zu rächen und fordert auch ihre Mitmenschen zur Selbstjustiz auf. Wie schon in den beiden vorangegangenen Filmen arbeitet Park Chan-Wook das Thema Rache mehr als kontrovers auf, verpackt es aber in ästhetisch wunderbare, visuell verspielte Bilder. Harter Tobak bleibt das trotzdem, womit sich der Film hauptsächlich an jene richten dürfte, die auch die anderen beiden Rache-Werke von Herrn Park verkraftet haben.


199LOVE FOR ALL SEASONS | 百年好合 | Baak Nin Hiu Gap
Hongkong • 2003 • Komödie
Regie: Johnnie To, Wai Ka-Fai
Darsteller: Sammi Cheng, Louis Koo, Li Bingbing, Lam Suet, u.a.

Kurzkritik: Angeschlagener Playboy (Louis Koo) will kampferprobter Klostervorsteherin (Sammi Cheng) dabei helfen, auch mal Liebeskummer zu haben. Überdrehte und laute, aber unterhaltsame Neujahrskomödie mit guten Animationen und einigen witzigen Einfällen. Romantik und Tiefgang bleiben aber auf der Strecke und das ewige Herumalbern ist auf Dauer ganz schön anstrengend. Andere romantische Komödien von Johnnie To kommen vollendeter daher.


Love On DeliveryLOVE ON DELIVERY | 破坏之王 | PO HUAI ZHI WANG
Hongkong • 1994 • Komödie
Regie: Stephen Chow Sing-Chi, Lee Lik-Chi
Darsteller: Stephen Chow Sing-Chi, Ng Man-Tat, Christy Chung Lai-Tai, u.a.

Kurzkritik: Dümmlicher Lieferjunge (Stephen Chow) verliebt sich in das falsche Mädchen (Christy Chung) und zieht damit den Zorn eines Judomeisters (Cheng Cho) auf sich. Fortan lernt er bei einem Krüppel (Ng Man-Tat) sinnloses Kung Fu, mit dem er es seinen Widersachern zeigen will. Unglaublich witzige und verrückte Komödie von und mit Stephen Chow, die auf alle Fälle zu seinen gelungensten Werken zählen dürfte.


Miez und MopsMIEZ UND MOPS | 子猫物語 | KONEKO MONOGATARI
Japan • 1986 • Tierfilm
Regie: Masanori Hata
Darsteller: —

Kurzkritik: Als Kätzchen Miez in einer Holzkiste den Bach hinuntergespült wird, macht sich Hündchen Mops auf die Suche nach seinem tierischen Freund. Herzallerliebstes, gewaltfreies und mitreißendes Tierabenteuer ganz ohne Menschen. Der vielleicht beste Tierfilm seiner Art, der mal wieder beweist, dass die Japaner einfach die schönsten Tierfilme drehen.


Moon ChildMOON CHILD | MOON CHILD
Japan • 2003 • Actiondrama
Regie: Takahisa Zeze
Darsteller: Gackt Camui, Hyde, Wang Leehom, u.a.

Kurzkritik: Vampir Hyde freundet sich mit den Straßenjungen Gackt und Wang Leehom an. Neben dem Bedienen aller Gackt- und Hyde-Fans und dem heutzutage ausgelutschten Vampirelement weiß die sensible Freundschaft zu gefallen, was das tödliche Finale nur umso tragischer erscheinen lässt. Der Film, der mal gewalttätig und mal zerbrechlich daherkommt, ist in teils düstere, teils verspielte Bilder gepackt und hat zwar seine Schwächen, bleibt insgesamt aber ein starkes Actiondrama—nicht nur für Fans.


199NEEDING YOU | 孤男寡女 | Goo Naam Gwa Neui
Hongkong • 2000 • Romantische Komödie
Regie: Johnnie To, Wai Ka-Fai
Darsteller: Andy Lau, Sammi Cheng, Lam Suet, u.a.

Kurzkritik: Bürokollegen Sammi Cheng und Andy Lau lieben sich nicht – oder doch? Die Chemie des RomCom-Dreamteams Andy und Sammi stimmt und die beiden Regisseure inszenieren die kleine Liebesgeschichte um zwei neurotische Hongkonger mit Witz, Herz und Tiefgang.


199POKER KING | 撲克王 | POU HARK WONG
Hongkong • 2009 • Komödie
Regie: Chan Hing-Ka, Janet Chun
Darsteller: Louis Koo, Lau Ching-Wan, Stephy Tang, Josie Ho, u.a.

Kurzkritik: Louis Koo ist im Online-Poker der Held, besitzt im echten Leben jedoch kein Pokerface. Kann er sich das geerbte Casino in Macao im Kampf gegen Lau Ching-Wan doch noch redlich verdienen? Gaga-Komödie, die mit zwei Stunden Laufzeit mindestens dreißig Minuten zu lang geraten ist. Sämtliche Figuren verhalten sich wie Kleinkinder, tragen fragwürdige Outfits und albern sich durch viel zu lange Szenen. Wer sich nicht gerade fürs Pokerspielen interessiert, dürfte die ein oder andere zusätzliche Durststrecke zu überwinden haben.


PRISON ON FIRE 2 | 监狱风云
Hongkong • 1991 • Gefängnisthriller
Regie: Ringo Lam Ling-Tung
Darsteller: Chow Yun-Fat, Yu Li, Tommy Wong Kwong-Leung, Chan Chung-Yung, u.a.

Kurzkritik: Nachdem im ersten Teil der Fluchtversuch völlig fehlte, macht sich Chow Yun-Fat nun doch noch auf, das Gefängnis frühzeitig zu verlassen, um seinen kleinen Sohn im Waisenhaus zu besuchen. Ringo Lam inszeniert einen weiteren packenden Gefängnisfilm, dem nur leider die Originalität des Vorgängers und Tony Leung Kar-Fai fehlt.


RanRAN | 乱 | RAN
Japan | Frankreich • 1985 • Drama
Regie: Akira Kurosawa
Darsteller: Tatsuya Nakadai, Akira Terao, Jinpachi Nezu, Disuke Ryu, u.a.

Kurzkritik: In der japanischen Inszenierung der Shakespeare-Tragödie König Lear muss Fürst Hidetora Ichimonji mitansehen, wie sein Reich unter der Herrschaft seiner drei rivalisierenden Söhne zerfällt. Mit dem preisgekrönten Epos Ran hat Altmeister Akira Kurosawa eine fesselnde Parabel voller Machtspiele, ätzender Beziehungen und nihilistischer Züge geschaffen. Die Umsetzung kommt stellenweise allerdings etwas zu hölzern und bühnenhaft rüber, weshalb der Film nur etwas für ernsthaftere Filmliebhaber sein dürfte.


RougeROUGE | 胭脂扣 | YIN JI KAU
Hongkong • 1987 • Drama
Regie: Stanley Kwan Kam-Pang
Darsteller: Anita Mui Yim-Fong, Leslie Cheung Kwok-Wing, u.a.

Kurzkritik: Anita Mui kehrt als Geist ins heutige Hongkong zurück, um nach ihrem einstigen Liebhaber Leslie Cheung zu suchen, mit dem sie in den 30er Jahren gemeinsam Selbstmord begangen hat. Dieser Klassiker des Hongkong-Kinos zählt zu recht zu den besten Filmen der einstigen Kronkolonie. Die tragische Liebesgeschichte spielt in superben Kulissen, ohne aufgesetzt zu wirken, und hat mit Mui und Cheung zwei (leider verstorbene) Stars in den Hauptrollen, die das preisgekrönte Drama zu etwas Unvergesslichem machen.


199RULE NO. 1 | 第一誡 | Dai Yat Gaai
Hongkong • 2008 • Horror
Regie: Kelvin Tong
Darsteller: Shawn Yue, Ekin Cheng Yee-Kin, Stephanie Che Yuen-Yuen, u.a.

Kurzkritik: Regel Nr. 1: Es gibt keine Geister. Von wegen! Shawn Yue und Ekin Cheng kämpfen auf verlorenem Posten gegen untote Schulmädchen. Zombie-Grusel, der herrlich düster wirkt, auf Dauer aber etwas ermüdend ist. Unbedingt neu sind Thematik und Variation langhaariger Mädchengeister auch nicht. Wer einen verfetteten Ekin Cheng in einer Sauf-Kotz-Sauf-Kotz-Szene sehen möchte, ist in diesem soliden, aber wenig überraschenden Genre-Beitrag richtig.


199SECTOR 7 | 7광구 | 7-GWANGGOO
Südkorea • 2011 • Monsterhorror
Regie: Kim Ji-Hoon
Darsteller: Ha Ji-Won, Ahn Seong-Gi, Oh Ji-Ho, u.a.

Kurzkritik: Schlecht gelauntes Monster dezimiert Bohrinselbelegschaft in 3D. Das ist zweckmäßige Unterhaltung voller Klischees, viel koreanischer Melodramatik und überflüssigen Szenen (Stichwort: Motorradrennen). Der optisch polierte Edeltrash kommt eher gemächlich in die Gänge und dreht beim Monsterbesuch voll auf. Für Fans von Monsterfilmen sehenswert. Der in eine ähnliche Kerbe schlagende Streifen The Host wirkt jedoch runder.


Shaolin SoccerSHAOLIN KICKERS | 少林足球 | SIU LAM JUK KAU
Hongkong • 2001 • Komödie
Regie: Stephen Chow Sing-Chi, Lee Lik-Chi
Darsteller: Stephen Chow Sing-Chi, Vicki Zhao Wei, Ng Man-Tat, Wong Yat-Fei, u.a.

Kurzkritik: Loser Stephen Chow stellt ein kunterbuntes Kung-Fu-Fußballteam auf die Beine, mit dem er für Furore sorgt. Dank dieses Films erkannte man endlich auch außerhalb Asiens Stephen Chows komisches Potential. Dabei ist die Sportkomödie nicht einmal einer seiner besten Filme, dafür sorgen schon die überdrehten, nicht ganz so toll getricksten CGI-Effekte. Unterhaltsam und witzig ist das trotzdem, also Daumen hoch!


THE BIRD PEOPLE IN CHINA | 中国の鳥人 | CHUGOKU NO CHOJIN
Japan • 1998 • Abenteuer
Regie: Takashi Miike
Darsteller: Masahiro Motoki, Renji Ishibashi, Mako, Michiko Kase, u.a.

Kurzkritik: Der japanische Yuppie Wada soll im chinesischen Hinterland eine Jademine begutachten und hat bald den cholerischen Yakuza Ujie auf den Fersen. Die Reise durchs landschaftlich schöne, ursprüngliche China gestaltet sich als ziemlich schwer, wenn Autos auseinanderfallen, Straßen überschwemmt sind und der chinesische Reiseführer zeitweise an Amnesie leidet. All diese Strapazen lohnen sich allerdings, als man ein Dorf findet, in dem der Traum vom Fliegen zum Greifen nah scheint. The Bird People In China ist poetisch bis witzig, dargestellt in wunderschönen Bildern. Mal was anderes vom japanischen Enfant terrible Miike.


The Golden BuddhaTHE GOLDEN BUDDHA | 金菩薩 | JIN PU SA
Hongkong • 1966 • Abenteuer
Regie: Lo Wei
Darsteller: Paul Chang Chung, Jeanette Lin Tsui, Lo Wei, u.a.

Kurzkritik: Durch einen versehentlichen Koffertausch kommt Paul Chang Chung in den Besitz eines goldenen Buddhas und muss mit Hilfe eines Geschwisterpärchens das Rätsel um die Figur lösen. Logisch, dass auch eine Gruppe unfähiger Bösewichte hinter unseren drei Freunden her ist. In diesem Hongkonger James-Bond-Verschnitt geht es zwar abenteuerlich zu, aber die unfähigen Helden und das hölzerne Spiel der Darsteller sind eher unfreiwillig komisch. Selbiges gilt für die Kulissen, die in ihrer grotesken Abgehobenheit an alte Science-Fiction-Filme von Godzilla-Vater Inoshiro Honda erinnern. Einen gewissen Unterhaltungswert hat das Filmchen zwar, doch vom Hause Shaw Brothers ist man Besseres gewohnt.


The Postmodern Life Of My AuntTHE POSTMODERN LIFE OF MY AUNT | 姨妈的后现代生活 | YI MA DE HOU XIAN DAI SHENG HUO
Hongkong • 2006 • Tragikomödie
Regie: Ann Hui On-Wah
Darsteller: Siqin Gaowa, Vicki Zhao Wei, Chow Yun-Fat, u.a.

Kurzkritik: Ann Huis handlungsarme Tragikomödie zeigt uns das Leben einer alternden Singlefrau (Siqin Gaowa) in Shanghai, die immer wieder an die falschen Leute gerät. Zwar ist der Film hier und da etwas eigenartig geraten, kann aber durch seine aufrichtige Menschlichkeit trotzdem in seinen Bann ziehen.


The WarlordsTHE WARLORDS | 投名状 | TAU MING CHONG
China | Hongkong • 2007 • Actiondrama
Regie: Peter Chan
Darsteller: Jet Li Lian-Jie, Andy Lau Tak-Wah, Takeshi Kaneshiro, Xu Jinglei, u.a.

Kurzkritik: Jet Li in seiner vielleicht ersten Charakterrolle sowie Andy Lau und Takeshi Kaneshiro schließen zu Bürgerkriegszeiten während der Qing-Dynastie Blutsbrüderschaft und kämpfen für Frieden—nicht ohne Hindernisse. Eindringlich und schön gefilmter Kriegsfilm, der recht brutal und und dank fehlendem CGI-Overkill überraschend bodenständig daherkommt.


TRICKY KING | 超級整蠱霸王 | CHIU KAP CHING GOO BA WONG
Hongkong • 1998 • Komödie
Regie: Aman Cheung Man
Darsteller: Eric Kot, Nat Chan Pak-Cheung, Mark Lui, u.a.

Kurzkritik: Eric Kot und Nat Chan spielen sich niveaulose Streiche. Der geneigte Zuschauer kann sich über schlecht getrickste Riesenhamster, künstliches Wasser und billigen Humor amüsieren. Der Rest sollte um die von Wong Jing produzierte Gaga-Komödie lieber einen großen Bogen machen.


199TRIPLE TAP |枪王之王 | Cheung Wong Chi Wong
Hongkong • 2010 • Actionthriller
Regie: Derek Yee
Darsteller: Louis Koo, Daniel Wu, Li Bingbing, Charlene Choi, Alex Fong Lik-Sun, u.a.

Kurzkritik: Passant Louis Koo spielt sich bei einem Überfall auf der Autobahn zum Helden auf und muss die Konsequenzen für seinen unerlaubten Schusswaffengebrauch ausbaden. Das Sequel zu Double Tap ist ein sauber produzierter, im Endeffekt doch nur mittelmäßiger Actionthriller, dem im Mittelteil dank pseudopsychologischem Niedergang der Hauptfigur etwas die Luft ausgeht. Wer sein Hirn ausschaltet und sich von Louis Koos sonnenstudiogebräunter Schönheit blenden lässt, dürfte sich trotzdem ganz nett unterhalten fühlen.


Volcano HighVOLCANO HIGH | 화산고 | WHASANGO
Südkorea • 2001 • Action
Regie: Kim Tae-Gyoon
Darsteller: Jang Hyeok, Sin Min-Ah, Heo Joon-Ho, u.a.

Kurzkritik: Anarchie an der Highschool! Um das Schülerpack zu bändigen, holt man eben Lehrer mit magischen Fähigkeiten an die Schule. Dumm nur, dass die Schüler davor nicht zurückschrecken und Feigling Kim mit ebenso ominösen Superkräften kontert. Chaotischer und doofer Actionfilm aus Südkorea mit großen Längen, dessen Inhalt heutzutage wohl im Urban Fantasy-Bereich angesiedelt wäre und auf eine junge Playstation-Zielgruppe zugeschnitten ist. Kein Wunder, dass der Film einst ausgerechnet einer Computerspielzeitschrift beigelegt war.

Und wie gefallen Euch die Filme?

Cover-Quelle: movie.douban.com
Cover-Quelle »Chen-Mo und Meiting«, »As Tears Go By«: wikipedia.org

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