Schlagwort: 2000-2009

Film | McDull, Prince De La Bun (Hongkong, 2004)

McDull, Prince De La BunMcDull, das kultige Zeichentrickschweinchen aus Hongkong, ist zurück. Diesmal erzählt ihm seine Mutter die Geschichte eines Prinzen, der in Hongkong verloren gegangen ist. Es ist die Geschichte seines Vaters. Und die gestaltet sich märchenhaft, niedlich, surreal und auf den zweiten Blick ganz und gar nicht kindisch. Denn der Kinderfilm spricht ganz klar Erwachsenenthemen an. Eine intelligente Parabel über ein Leben in Hongkong. (mehr …)

Film | Love @ First Note (Hongkong, 2006)

Love @ First NoteIn Dennis Laws Love @ First Note dreht sich alles um Musik, vornehmlich Cantopop. Da wird komponiert, gesungen, aufgenommen und verkauft. Ist ja auch kein Wunder, wurde der Film doch von Gold-Label-Kopf Paco Wong produziert. Das Jugenddrama ist also vornehmlich ein überlanger Werbespot für diverse Stars. Da bleibt gerade noch so Platz für eine Dreiecksbeziehung. Ob das reicht, um trotzdem unterhaltsam zu sein? (mehr …)

Filmkritik | Cursed (Japan, 2004)

…Wieder mal so ein japanischer Horrorfilm im Fahrwasser von Ring, nur geht es bei Cursed nicht um ein verfluchtes Videoband oder ein verfluchtes Haus, sondern um einen verfluchten kleinen Supermarkt, in dem sich die übersinnlichen, geisterhaften Ereignisse mit durchaus tödlichen Konsequenzen häufen.

Der kleine Supermarkt der seltsamen Kitauras soll in eine große Unternehmensgruppe eingegliedert werden. Zu diesem Zweck kümmert sich Ryoko u.a. um die Inventur des Supermarkts, da ihr Chef nach einem Unfall ein im Rollstuhl sitzender Krüppel und somit verhindert ist. Nach seltsamen, gruseligen Ereignissen ist nicht nur Ryoko sondern auch der Teilzeitkassiererin Nori klar, dass es in dem kleinen Laden spukt. Als dann auch noch Noris Kollege Komori ins Visier der rachsüchtigen Geister gerät, spitzt sich die Lage unangenehm zu.

Cursed ist zwar auch nur eines dieser kleinen Gruselfilmchen, das den Erfolg von Ring für sich zu nutzen versucht, doch die mit Handkamera gedrehte Low-Budget-Produktion hat durchaus ihre starken Momente. Wenn etwa eine Kundin von einem düsteren Herrn mit gammliger Gesichtsbandage durch ihr Mietshaus gejagt wird oder einer anderen ihr Kühlschrank zum Verhängnis wird, gibt es angenehme Spannung und leichten Grusel. Cursed hat also tatsächlich Atmosphäre, wenngleich auch keine eigenen Ideen—wobei diese immerhin akzeptabel umgesetzt wurden. Die teilweise etwas zu langatmige Inszenierung der nicht immer unbedingt logischen Geschichte setzt zwischendurch immer wieder einmal auf kleine abgedroschene Schockmomente—eine blutige Krähe, ein Schatten im Spiegel, eine Bewegung hinter einer Person. Für den zartbesaiteten Zuschauer sollte das funktionieren, wer sich im Horrormetier gut auskennt, wird sich hier vermutlich eher langweilen.

Neben etwas zu ruhigen Stellen und einem eher unbefriedigenden Ende ist vor allem noch das Besitzerpaar des Supermarkts störend. Durch ihr apathisches bis hysterisches Verhalten wirken die beiden eher lächerlich und unfreiwillig komisch denn gruselig.

Insgesamt bietet Cursed akzeptable Standard-Gruselunterhaltung. Aus dem kleinen Budget wurde das Maximum herausgeholt, so dass sogar die wenigen CGI-Effekte im Film noch ganz passabel anmuten. Eine Mischung aus Spannung und Grusel und die kompakte Laufzeit von gerade einmal 80 Minuten machen den Film zur leichten Kost für Horror-Fans und zu einer durchaus gelungenen Alternative zu den lahmen Ring-Filmen.

© Shaoshi, 30. Oktober 2009
6/10

超」怖い話A 闇の鴉 | ‚Cho‘ Kowai Hanashi A: Yami No Karasu
Japan • 2004 • 80 Min. • FSK 16 • Horror
Regie | Yoshihiro Hoshino
Drehbuch | Hirotoshi Kobayashi, Yoshihiro Hoshino
Darsteller | Nao Niigaki, Hiroko Sato, Ryoko Kagami, Kyoko Akiba, Susumu Terajima

Und wie gefällt Euch der Film?

Cover-Quelle: movie.douban.com
#0031